{"id":220,"date":"2016-12-07T13:16:38","date_gmt":"2016-12-07T13:16:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.b-klarinette.de\/streiflichter-entwicklung-klarinette"},"modified":"2024-10-18T10:03:36","modified_gmt":"2024-10-18T08:03:36","slug":"streiflichter-entwicklung-klarinette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/fachbeitraege\/klarinette-1900-1939.html","title":{"rendered":"Streiflichter Entwicklung Klarinette"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kuehr-artikel.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"zur\u00fcck\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"80\" height=\"126\" src=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dieter-kuehr.jpg\" alt=\"Dieter Kuehr\" class=\"wp-image-197\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Fachbeitrag von Dieter K\u00fchr, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dieter_K%C3%BChr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe auch Wikipedia<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Inhalt:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Oehler\">Der Klarinettist und sp\u00e4tere Klarinettenbauer Oskar Oehler:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Kolbe\">Der Klarinettenbauer Louis Kolbe, Altenburg und der Klarinetten-S\u00e4nger Heinrich Geuser:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Raub\">Hier noch als Anhang die Geschichte eines Klarinetten-Raubes:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Gall\">Die Schmidt-Kolbe Klarinette und der Klarinetten-S\u00e4nger Rudolf Gall:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Musikwinkel\">Der MUSIKWINKEL. Historisches Zwischenst\u00fcck:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Bauweise\">ZUR BAUWEISE DER WIENER KLARINETTE:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#Ausklang\">Ausklang:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Streiflichter zur Entwicklung der modernen deutschen Klarinette und den f\u00fchrenden Solisten vor dem Ersten Weltkrieg und der Epoche zwischen den Kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der grundlegende Schritt in die Moderne im europ\u00e4ischen Holzblasinstrumentenbau, stellt der \u201eRingklappen-Mechanismus\u201c des Fl\u00f6tenbauers Theobald Boehm dar. Selbiger erm\u00f6glicht, das Vergr\u00f6\u00dfern\/Verkleinern eines Tonlochs durch eine sich automatisch \u00f6ffnende\/schlie\u00dfende Resonanzklappe. Nur die Klarinette, reagierte klanglich positiv auf das \u00dcbertragen der Fl\u00f6tenmechanik Boehms. So wurde um 1844 in Frankreich bei Buffet-Crampon, in Zusammenarbeit mit Hyazinthe Glose \u201ela premiere clarinete moderne\u201c entwickelt, die bis heute in den Grundz\u00fcgen unver\u00e4ndert ist. Die Baermann-Ottensteiner Klarinette M\u00fcnchen, k\u00f6nnte man eine Paraphrase dazu mit viel Eigenst\u00e4ndigkeit nennen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"Oehler\">Der Klarinettist und sp\u00e4tere Klarinettenbauer Oskar Oehler:<\/p>\n\n\n\n<p>Der aus dem Vogtland stammende Oskar Oehler, war in jungen Jahren Soloklarinettist in verschiedenen Orchestern, zum Beispiel an der Oper im mond\u00e4nen Nizza, Cote d\u2019Azur. Sp\u00e4ter dann war er Gr\u00fcndungsmitglied der Berliner Philharmoniker.<\/p>\n\n\n\n<p>In der aktivsten Phase Oehlers als Orchestermusiker, war die Baermann-Ottensteiner, die meistgespielte deutsche Bauweise. W\u00e4hrend dieser Zeit, war der transparente Klang des etwa 50 Musiker umfassenden Hoforchesters in Meiningen, unter Hans von B\u00fclow, der Inbegriff an Qualit\u00e4t (Max Reger sehnte sich danach dieses Orchester zu dirigieren). Johannes Brahms, h\u00f6rte hier erstmals die Soli in seinen Sinfonien von Richard M\u00fchlfeld gespielt, f\u00fcr den er sp\u00e4ter seine Klarinetten-Kammermusik schrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht \u00fcberliefert, aber vieles spricht daf\u00fcr, dass Oehler bei der denkw\u00fcrdigen Erstauff\u00fchrung des Klarinetten-Quintettes vor gro\u00dfem Publikum, in Berlin, mit M\u00fchlfeld und dem Joachim-Quartett anwesend war. Leider habe ich bei meinen beiden Besuchen bei Heinrich Geuser in Bayreuth nicht daran gedacht, ihn zu fragen, ob er sich an die \u00c4u\u00dferungen Oehlers, zu M\u00fchlfelds Interpretation, erinnern k\u00f6nne. Aus einer englischen Besprechung, einer Auff\u00fchrung in London konnte ich entnehmen, M\u00fchlfeld blies mit spr\u00fchender Intensit\u00e4t stellenweise mit Vibrato (er begann ja die Musikerlaufbahn als Geiger).<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Jahrhundertwende erschien ein Aufsehen erregender neuer Stern am \u201eDirigentenhimmel\u201c, Arthur Nikisch. Der sp\u00e4ter als legend\u00e4r, gefeierte neue Mann am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker, verdankte diesen Ruf vor allem der Gegensatzbildung zu Hans von B\u00fclow, durch die drastische Vergr\u00f6\u00dferung des Streichk\u00f6rpers. Der neuartige Orchesterklang war volumin\u00f6s, durch nunmehr mindestens 80 Musiker auf der B\u00fchne. Daraus ergaben sich auch Konsequenzen f\u00fcr die Bl\u00e4sersoli, die in dem nun auch gr\u00f6\u00dferen Konzertsaal, mit intensiverer Projektion vorzutragen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem erfahrenen Klarinettisten Oehler, schlug sozusagen die Stunde, er hatte sein Thema als Klarinettenbauer gefunden; Klang-Optimierung.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Anfangsphase w\u00e4hlte er die Befragung als Strategie. Er suchte in M\u00fcnchen Carl Baermann auf, den Sohn des Inspirators und Solisten der Weber-Kompositionen. Der gleiche Beweggrund f\u00fchrte ihn auch mehrfach nach Kassel. Dort leitete seit Jahren der in ganz Europa ber\u00fchmte Violinen-Rivale Paganinis, mit dem \u201egro\u00dfen Ton\u201c und Komponist, Louis Spohr die Oper.<\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcr Hermstedt komponierten 4 Konzerte, machten ihn zum ausgezeichneten Kenner der Klarinette. F\u00fcr das Orchester engagierte er die Besten seiner Zeit. Kassel war sozusagen die Hochburg der Klarinettenkultur. Der Klarinettist Friedrich August Neff (Hofkapelle Kassel), war gesch\u00e4tzt f\u00fcr die Fertigung von Mundst\u00fcckbahnen. Seine \u201eSchienen\u201c werden heute noch bei Mollenhauer aufbewahrt. Neff war in der Anfangszeit Oehlers wichtigster Berater.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein entscheidender Einwand Oehlers gegen die Baermann-Ottensteiner, betraf das Mundst\u00fcck. Er war \u00fcberzeugt, dass ein gr\u00f6\u00dferes Volumen der Bohrung und der Kammer im Schnabelbereich, den Klang freier und tragf\u00e4higer machen w\u00fcrde. Das erwies sich als zutreffend. Zu Lebzeiten Oehlers war die Oper \u201eDer Freisch\u00fctz\u201c von C. M. v. Weber immer noch ein besonderes Auff\u00fchrungsereignis. Die tiefen, schwarzen T\u00f6ne, der beiden Klarinetten in der Wolfsschluchtszene hatten \u201eG\u00e4nsehautmagie\u201c beim Publikum.<\/p>\n\n\n\n<p>Richard Wagner, der von sich sagte, dass Weber ihm den Weg gewiesen habe, nutzte die Ausdruckskraft tiefer Klarinettent\u00f6ne unter anderem im \u201ePilgerchor\u201c. Der Anfang der 5. Sinfonie von Tschaikovsky, ist ein ganz besonderes Beispiel. So ist es nur zu verst\u00e4ndlich, dass Oehler die Klangfarbe der tiefen T\u00f6ne besonders am Herzen lag, gefolgt von der Sopranlage des 2. Registers. Zur technischen \u00dcbersetzung der Idee verringerte er im Unterst\u00fcck, die bis dahin \u00fcbliche L\u00e4nge und Gr\u00f6\u00dfe der konischen Erweiterung, der Bohrung am \u00dcbergang in den Schallbecher. Er wusste nat\u00fcrlich, dass dadurch im hohen Register der Widerstand und in der Folge die Helligkeit des Klangs zunimmt, insbesondere im Tonraum gis\u2019\u2019\u2019 bis c\u2019\u2019\u2019\u2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Da zu seiner Zeit das \u201eg\u00e4ngige\u201c Repertoire der Sinfonie- u. Opernorchester von den Klarinettisten, diese f\u00fcnf Halbt\u00f6ne selten forderte, da ja Dom\u00e4ne der Querfl\u00f6ten, nahm er das in Kauf. Oehler attestierte Kautschuk-Mundst\u00fccken Bahnstabilit\u00e4t, zog aber das lebendige Holz des Klanges wegen vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Neuerung durch Oehler ist der Abschied vom Buchsbaumholz der Baermann-Ottensteiner \u00c4ra, zu Gunsten des Klanges und der gr\u00f6\u00dferen Rissfestigkeit des exotischen Grenadill, aus den Bergregionen von Mozambique in Afrika.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberliefert ist es nicht, aber es liegt nahe, dass er \u00fcber das Holzkontor f\u00fcr Grenadill auch auf das kubanische Cocosholz aufmerksam wurde. Die Klangqualit\u00e4t der Mundst\u00fccke aus diesem Holz, stellte alles Bisherige in den Schatten; das \u201eTraummundst\u00fcck\u201c eines jeden Klarinettisten war geboren, der Ruf Oehlers deutlich gestiegen, man \u201eriss\u201c sich um ihn. Die magische Aura dieser Mundst\u00fccke ist heute noch lebendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Zweifel, ist Oehler entscheidend f\u00fcr das recht pl\u00f6tzliche Erbl\u00fchen einer begeisternden Klangpoesie der Klarinette. Auf Tontr\u00e4gern erhaltene Dokumente des typischen Oehler-Klanges: Alfred B\u00fcrckner, Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtw\u00e4ngler, Franz Schubert Oktett, Simon Bellison, New York Philharmonie unter Bruno Walter, Brahms, Mahler, Luigi Amodio (auf Oehler-Klang spezifizierte Boehm-Klarinette), Mozart-Quintett und Beethoven, Trio op. 11 \u201eGassenhauer\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Dresdener Musikliebhaber, zeigte mir die Besprechung zu einer Auff\u00fchrung des Reger-Quintetts mit dem Strub-Quartett, die Amodios Klang in den Rang einer \u201eEngelsstimme\u201c erhob. Als Besonderheit sei hier anzumerken, dass Luigi Amodio zwar selbst nie Oehler spielte, sondern Boehm-System. In Italien erschien damals ein neu entwickeltes Mundst\u00fcck aus Kristallglas, eine Idee von Cosimo Pomarico, der damit die Solostelle am Teatro Colon in Buenos Aires gewann. Der dunkelt\u00f6nige Klang, dem deutschen sehr \u00e4hnlich, faszinierte also auch den jungen Amodio, Solist de la Scala Milano. Wie es zur Verbindung von Amodio und dem damals international auftretenden Strub Quartett kam, ist mir im Detail nicht bekannt. Naheliegend scheint mir durchaus, dass sich so bekannte Solisten begegneten, sich sympathisch waren und die ber\u00fchmten Quintette spielen wollten. Das enorm farbenreich-meditative Piano, im Kontrast zur glasklaren, zupackenden Virtuosit\u00e4t, z. B. Brahms f-Moll Sonate, hebt diesen Interpreten in die Zeitlosigkeit. Die noch vorhandenen Kritiken der Kammermusik-Abende sind bewegende Dokumente einer leider nur kurz bemessenen Zeit durch den fr\u00fchen Tod Amodios mit 40 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkungen zur Bauweise, basierend auf dem Oehler-Satz von Alfred B\u00fcrckner, dessen Besitzer ich f\u00fcr einige Jahre war. Diese Instrumente, nat\u00fcrlich mit Deckelmechanik, die die beiden b\/f\u2019- <a href=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/grifftabelle.html\">Griffe<\/a> zu Klappengriffen macht, gespielt mit einem Cocosmundst\u00fcck mit authentischer erster Bahn, sind ein erstaunliches Spiegelbild der Pers\u00f6nlichkeit Oehlers. Es zeigt sich eine patriarchalische Aura. Bis ins Detail hatte er eine klangliche \u201eLeitlinie\u201c eingebaut, das Mundst\u00fcck eingeschlossen. Dieses darf nur sehr wenig in den Mund genommen werden, damit der <a href=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/ansatz.html\">Ansatz<\/a> auf die Blattspitze zentriert bleibt. Die authentische erste Bahn hat in der Auflage einen leichten Hohlschliff \u00fcber die L\u00e4nge, die Mulde ist flach. Die Bahnkurve ist vorwiegend eng; erst im Bereich der Spitze kippt die Kurve und erzeugt eine starke \u00d6ffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, ein ungespieltes Cocos in auffallend r\u00f6tlicher T\u00f6nung vom Enkel eines ehemaligen Lehrlings von Oehler zu bekommen. Dieses hat die beschriebene Bahn. Der Korpus hatte lediglich eine Vorbohrung in der St\u00e4rke eines Bleistifts zum Befestigen auf einem Dorn. Der am Zapfen befindliche durchgehende Riss verursachte die Aussortierung. Der Lehrling holte es aus dem Abfall und nahm es an sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser erz\u00e4hlte mir \u00fcber Oehler: Er duzte jeden. Wer eine Klarinette von ihm haben wollte, dem sagte er: \u201eSo, du willst eine Klarinette von mir. Na, dann blas mal DAS\u201c und deutete auf ein Notenblatt an der Wand mit Orchesterstellen. Wenn ihm das Geh\u00f6rte nicht gefiel, dann sagte er: \u201eKomm im n\u00e4chsten Jahr wieder\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Oehler als Idol zeitgen\u00f6ssischer Klarinettenbauer zwischen den Kriegen:<\/p>\n\n\n\n<p>An erster Stelle stehen dessen Landsleute im Vogtland, insbesondere die Manufaktur Friedrich Arthur Uebel, die bis nach Russland Ber\u00fchmtheit erlangte. Hierf\u00fcr entscheidend, war Rimsky Korsakov als Generalinspekteur der Konservatorien und der Milit\u00e4rorchester.<\/p>\n\n\n\n<p>Der polnische Klarinettenbauer Warschewsky, entwickelte durch Modifizieren der Bohrung der Uebel-Klarinetten, eine besondere klangliche Handschrift, die in ihrer Individualit\u00e4t Oehler gleichzukommen versuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sinne der Einmaligkeit nehmen die Uebel-Max-Schnabel-Klarinetten der Manufaktur in Markneukirchen, ebenfalls einen besonderen Platz ein. Noch heute wird im Musikwinkel, die durch seinen Tod entstandene L\u00fccke betrauert.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferhalb des Musikwinkels (dazu mehr in einem anderen Abschnitt) erlangte vor allem Gustav Mollenhauer, Kassel in den 20er und 30er Jahren internationale Bekanntheit, in den Vereinigten Staaten zum Beispiel. Nach 10-j\u00e4hrigem Aufenthalt in London, dort franz\u00f6sische Klarinetten mitbauend, gr\u00fcndete er seine Manufaktur, die im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern abbrannte. Als der sogenannte \u201ebilligere Oehler\u201c baute er f\u00fcr kleinere Kulturorchester und Milit\u00e4rorchester. Im norddeutschen Raum wurde Richard M\u00fcller, Bremen sehr gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Betrachtungen zum deutschen Klarinettenbau vor dem Ersten Weltkrieg und zwischen den Kriegen sind nat\u00fcrlich auch die Anforderungen in den Solowerken, f\u00fcr Klarinette und im Sinfonie- u. Opernorchester zu bedenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eeiserne Bestand\u201c: MOZART, Konzert K.V. 622, Quintett K.V. 581, BEETHOVEN, 9 Sinfonien, Fidelio, Septett, Gassenhauer-Trio op.11, SCHUBERT, Die Unvollendete, Oktett, Der Hirt auf dem Felsen, BRAHMS, 4 Sinfonien, 4 Kammermusikwerke, WAGNER, Die Opern. Der \u201ePaukenschlag\u201c: RICHARD STRAUSS, Sinfonische Dichtungen und Opern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sprunghaft h\u00f6heren Anforderungen seiner Partituren, traf die Klarinettisten unerwartet. Richard Strauss, zog den Klang der hohen Lage der Klarinette dem der Fl\u00f6te vor. Es galt nun die Klarinette ausspielen zu k\u00f6nnen, bis zum c\u201c\u201c in Kantilenen und Figurationen in allen Tonarten; zum Beispiel die Opern Guntram und Salome.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser erz\u00e4hlte mir: Wenn Richard Strauss in der Oper unter den Linden dirigierte, bedankte er sich stets f\u00fcr die Stelle mit dem c\u201c\u201c das \u00fcber mehrere Takte vom pp bis ff zu crescendieren ist, um dann in einem Arpeggio con brio auf das tiefe E hinabzust\u00fcrzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Strauss zum ersten Mal in ein Opernhaus kam zum Dirigieren, sagte er oft in der ersten Probe zu den angespannten Musikern: \u201eMeine Herr\u2019n spieln\u2019s net gar zu akkurat\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Strauss-Opern insbesondere, bewirkten auf der H\u00f6he des Ruhmes von Oehler, ein atmosph\u00e4risches Zusammengehen von Klarinettisten und zu Oehler auf Distanz gehenden Klarinettenbauern. Das schrankenlose Einbeziehen der hohen Lage durch Strauss, markiert den Beginn einer neuen Phase im Klarinettenbau; Klang, Intonation und Spielbarkeit bekommen einen neuen Akzent, der nicht zu den klarinettistischen Erfahrungen Oehlers geh\u00f6rte, aus Altersgr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die von Louis Spohr komponierten 4 Konzerte f\u00fcr den Klarinettisten Hermstedt in der Fr\u00fchromantik, in denen der Solist \u00f6fter bis zum b\u201c\u2018 und h\u201c\u2018, in Nr. 2 dreimal bis zum c\u201c\u201c sich aufschwingen muss in Akkorden und Tonleitern, waren nach Hermstedts Tod aus der Mode gekommen; galten als exklusive Werke f\u00fcr einen bestimmten Solisten, der au\u00dfer Heinrich Baermann keinen Rivalen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#zur\u00fcck\">^^^zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"Kolbe\">Der Klarinettenbauer Louis Kolbe, Altenburg und der Klarinetten-S\u00e4nger Heinrich Geuser:<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Abschnitt kombiniere ich Konzerteindr\u00fccke mit Geuser, seine Schallplatten-Produktionen und meine 40-j\u00e4hrige Erfahrung mit Kolbe-Klarinetten, die mir Geuser im Studium verkaufte.<\/p>\n\n\n\n<p>Tondokumente auf Kolbe-Klarinetten in originaler tiefer <a href=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/stimmung.html\">Stimmung<\/a> a\u2019= 440 hz: Geuser hat richtungweisende Interpretationen der Quintette mit Streichquartett hinterlassen: Mozart, Weber, Brahms und Reger. Des Weiteren das Grand Duo von Weber mit Gerald Moore, dem legend\u00e4ren englischen Liedbegleiter; Schubert, Der Hirt auf dem Felsen, Louis Spohr, 6 deutsche Lieder Mozarts, Konzert von 1958.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf YouTube ist derzeit eine Zunahme von Aufnahmen mit ihm zu verzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser sagte zu mir, als er mich am Gartentor seines Hauses in Lankwitz\/ Berlin verabschiedete, nach \u00dcbergabe des Betrages f\u00fcr die Klarinetten: \u201eDie Aufnahmen habe ich nicht des Geldes wegen gemacht, sondern um der Nachwelt zu erhalten, wie man deutsche Klarinette bl\u00e4st.\u201c Der Tonfall seiner Worte war dezent, aber ich sp\u00fcrte die unausgesprochene Botschaft: Ich bin das \u201eAlfa-Tier\u201c. Unabh\u00e4ngig davon: Die Individualit\u00e4t des Klarinettenklangs entspricht wahrlich einer Gesangsstimme, unwiederholbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn heute jemand sagt, man solle Geuser auch nicht \u00fcbersch\u00e4tzen, so m\u00f6chte ich mit einem Zitat aus der Violinschule von Carl Flesch antworten: Die Virtuosen k\u00f6nnen untereinander das Vibrato des anderen nicht ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Empfehlenswert zu bedenken scheint mir auch: Geuser wurde mit 20 Jahren Solo-Klarinettist an der Oper unter den Linden, nachdem er Rodolf Gall in der Endrunde \u00fcbertraf. Dieser wurde dann Solist des Concertgebouw Amsterdam unter Willem Mengelberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser sagte mir \u00fcber die erste Zeit an der Oper: Man fuhr voller Beklemmungen mit der Stra\u00dfenbahn in die Oper und verlie\u00df sie total begeistert. In anderen Worten: Die Oper selbst charismatisch, der Dirigent eine namhafte Gr\u00f6\u00dfe und die Gesangssolisten internationale Stars.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass der junge ehrgeizige Klarinettist, sozusagen berauscht von den einmaligen Gesangsstimmen, die er gerade begleitet hatte, das starke Bed\u00fcrfnis empfand, genauso unverwechselbar auf der Klarinette zu klingen, konnte ich dem \u00fcber 80-J\u00e4hrigen noch anmerken.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser hatte bei aller Beredsamkeit auch eine ausgepr\u00e4gte Seite des Verschweigens. Dazu geh\u00f6rte, dass er mir gegen\u00fcber nicht ein kritisches Wort \u00fcber Oehler sagte, de facto aber durch das ausschlie\u00dfliche Spielen von Kolbe-Klarinetten und Mundst\u00fccken Oehler im Ende ablehnte, sich offensichtlich behindert f\u00fchlte in der Entfaltung seiner k\u00fcnstlerischen Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein erster pers\u00f6nlicher Eindruck von Kolbe, Altenburg war die A-Klarinette. Unvergesslich ist mir das Gef\u00fchl des freien Flie\u00dfens des Atemstroms: das lange h\u2019 so frei wie das leere g\u2018, also wie in einen Raum treten, der die Sommerluft des Gartens durch die offenen Fenster und T\u00fcren ungehindert zirkulieren l\u00e4sst. Das war ein v\u00f6lliger Gegensatz zu meinen \u00dcbel-Klarinetten aus den 60er Jahren. Hinzu kam das geradezu Gewichtslos-Sein und das tiefe E, das wie von einem Bassetthorn zu sein schien. Ich war sage und schreibe sprachlos vor Begeisterung. Geuser sagte nur \u201eJa, ja er hat\u2019s gleich gemerkt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die S\u00e4ngerin Erna Berger sagte: Wenn Geuser den Anfang im \u201eHirt auf dem Felsen\u201c blies, wusste man gar nicht wie man singen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie eine Paraphrase hierzu: Bei einem Rezital in Berlin 1964 kam die Sonate \u201eVor den Spiegeln\u201c (Geuser gewidmet) mit der Komponistin Grete von Zieritz am Fl\u00fcgel (Kammerton a\u2019=440 hz) zur Auff\u00fchrung. Ich war \u00fcberzeugt, dass Geuser eine A-Klarinette spielte und unterlie\u00df es daher, mich durch Fragen zu vergewissern. Wie erstaunt war ich, als ich in den Noten las, Klarinette in B.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bauweise der Louis Kolbe, Altenburg Klarinette im Vergleich zur letzten Entwicklung der Oehler-Klarinette, nach augenf\u00e4lligen Gesichtspunkten:<\/p>\n\n\n\n<p>Das OBERST\u00dcCK: bei Kolbe deutlich l\u00e4nger als bei Oehler<\/p>\n\n\n\n<p>Das UNTERST\u00dcCK: bei Oehler l\u00e4nger als bei Kolbe<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcbergang in den Becher: die konische Erweiterung im Unterst\u00fcck, ist bei Kolbe l\u00e4nger und gr\u00f6\u00dfer und beg\u00fcnstigt die Ansprache im 3. Register.<\/p>\n\n\n\n<p>Der BECHER hat mehr Volumen als bei Oehler und ist d\u00fcnnwandiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Kolbe-Klarinetten haben eine d\u00fcnne Lackversiegelung der Bohrung, deren Zusammensetzung, \u00e4hnlich dem Geigenbau in Cremona, Herstellergeheimnis blieb. Kolbe verwendete auch das weitporigere sogenannte K\u00f6nigsgrenadill, \u00f6fter bei A- als bei B-Klarinetten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Kolbe, Oehler, Mollenhauer und anderen sind in den 20er- u. 30er Jahren die Sch\u00e4chte der offenen Tonl\u00f6cher aus dem Korpus gedrechselt. Zusammen mit dem tiefen Kammerton, f\u00f6rdert das die Sonorit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 15,1 mm Bohrung, nat\u00fcrlich mit individuellen Modifizierungen, war allgemein \u00fcblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Kolbe baute ohne Deckelmechanik; die tief fis\/cis \u201e- Mechanik f\u00fcr den linken kleinen Finger, ist bei Kolbe nicht abstellbar.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#zur\u00fcck\">^^^zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"Raub\">Hier noch als Anhang die <a href=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/geschichte.html\">Geschichte<\/a> eines Klarinetten-Raubes:<\/p>\n\n\n\n<p>In den 70er Jahren wurden Geuser w\u00e4hrend einer Ferienreise alle 5 S\u00e4tze Kolbe, Altenburg (also 5 in A und 5 in B) aus dem Haus in Lankwitz gestohlen. Diese sind bis heute verschollen. Eine besondere Charakteristik der originalen Geuser- Kolbe ist die st\u00e4rker gearbeitete Mechanik als gew\u00f6hnlich; Kolbe ber\u00fccksichtige stets den Handbau.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser sagte mir dazu in Bayreuth, nachdem er tief getroffen Berlin verlassen hatte: Meine Kolbe-Mundst\u00fccke fand man nicht. Ich hatte sie hinter den Heizungsrohren versteckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bitte diese Information als Aufruf zu verstehen: Wer auch immer zum Wiederauftauchen dieser so wertvollen Instrumente beitragen kann, m\u00f6ge dies nicht verweigern. Sofern die Instrumente noch in Deutschland sein sollten, ist ja eine juristische Sp\u00e4tfolge wegen Verj\u00e4hrung nicht zu bef\u00fcrchten. Ich nehme mir die Freiheit in den Raum zu stellen: Die Klarinetten k\u00f6nnten in Japan sein. Warum? Ebenfalls in den 70er Jahren bekam Herbert Wurlitzer ein unerh\u00f6rt komfortables Angebot aus Japan zur Ausbildung der dortigen Klarinettenbauer. Er sagte mir dazu; Ich werde mir doch dort nicht meine eigene Konkurrenz heranz\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"Gall\">Die Schmidt-Kolbe Klarinette und der Klarinetten-S\u00e4nger Rudolf Gall:<\/p>\n\n\n\n<p>Rudolf Gall war Soloklarinettist des Concertgebouw in Amsterdam unter Willem Mengelberg und machte dieses Klarinettensystem wahrlich ber\u00fchmt.<\/p>\n\n\n\n<p>TONDOKUMENTE: Den ersten Eindruck der Klangpoesie von Gall verdanke ich dem Bayerischen Rundfunk, der in den 50er Jahren eine Produktion des Klarinetten-Quintetts von Johannes Brahms ausstrahlte. Der Eindruck des Adagios vor allem, machte auf mich als 16-J\u00e4hrigen (der sich auch schon daran versuchte) einen wahrhaft gewaltigen Eindruck. Dieses Elektrisiert-Sein, erlebte ich viel sp\u00e4ter noch einmal beim H\u00f6ren einer CD mit den Sinfonien Nr. 4 und 6 von Beethoven, in denen der junge Solist 1948 live unter Mengelberg in Amsterdam die Soli interpretierte, die bis heute nicht ihres gleichen gefunden haben. Es ist mir sozusagen ein Hunger geblieben, nach mehr aus seinen jungen Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Studiums erw\u00e4hnte Geuser mehrmals die Geschichte mit dem \u201eEinspringen Hals \u00fcber Kopf\u201c f\u00fcr den indisponierten fr\u00fcheren Mitbewerber, anl\u00e4sslich einer repr\u00e4sentativen Auff\u00fchrung in M\u00fcnchen des \u201eHirt auf dem Felsen\u201c. Der Klang seiner Worte, verriet mehr als er wahrscheinlich sagen wollte, an die Studentenrunde. Zu \u201egreifen\u201c war die Autohypnose des Hochseilakrobaten. Und doch konnte ich in seinen Augen lesen: Er bewunderte heimlich den Klangpoeten Gall, dessen Tiefe der Empfindungsf\u00e4higkeit ihn sehr irritierte wegen der Unberechenbarkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erinnerung an den ph\u00e4nomenalen Klarinetten-S\u00e4nger Gall, war in den 70er Jahren in den Niederlanden noch so lebendig, dass zu seinem Andenken das Schmidt-Kolbe System noch in Gebrauch war. Hier beziehe ich mich auf meine Eindr\u00fccke bei einem Meisterkurs mit Jaques Lanzelot, f\u00fcr die Debussy-Rhapsodie in der Eduard van Beinum Stiftung, Breukelen bei Amsterdam.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufnahme des Mozart-Konzertes mit Bram de Wilde, Eduard van Beinum und Concertgebouw in den 70er Jahren ist m\u00f6glicherweise das letzte repr\u00e4sentative Tondokument zur Gall-Tradition.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur BAUWEISE der Schmidt-Kolbe Klarinette:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klarinettist Schmidt in Mannheim, entwickelte sein deutsches System in Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftler der Akustik. Er verstand seine Klarinette als praktische Kritik an Oehler. Er monierte: Das Tonloch f\u00fcr b\u2018 GLEICHZEITIG zum \u00dcberblasen zu benutzen, widerspreche den akustischen Gesetzen. Die Objektivit\u00e4t dieser Feststellung ist unbestreitbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Klarinette, hat daher ein h\u00f6her liegendes engeres Tonloch f\u00fcr das \u00dcberblasen. Durch eine Mechanik \u00f6ffnet oder schlie\u00dft sich automatisch die b-H\u00fclse oder die \u00dcberblash\u00fclse.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Klarinette hat als einzige deutsche aus der Zeit zwischen den Kriegen daher ein leicht ansprechendes, einwandfrei intonierendes 3. Register bei allen Griffvarianten. Das Trennen der Tonl\u00f6cher f\u00fcr b\u2018 und zum \u00dcberblasen erlaubt auch einen engen Konus am \u00dcbergang in den Becher zum Vorteil des tiefen e und f, ohne nachteilige Folgen f\u00fcr das hohe Register.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom franz\u00f6sischen System \u00fcbernommen ist der h\/fis\u201c-Griff f\u00fcr den rechten Mittelfinger, sowie dessen Variante b\/f\u201c mit dem rechten Zeigefinger und der Klappe f\u00fcr den rechten Ringfinger.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Bauweise hat auch eine Resonanz-Mechanik f\u00fcr das Gabel-f mit dem linken Mittelfinger. Serienm\u00e4\u00dfig auch eine Mechanik f\u00fcr den rein klingenden h\/cis\u2018 und fis\u201c\/gis\u201c-Triller (die sogenannte geteilte cis\u2019\/gis\u201c Klappe).<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten noch erhaltenen Schmidt-Kolbe Klarinetten sind in Wirklichkeit Schmidt-Fritz Wurlitzer Klarinetten. Nach dem Scheitern des urspr\u00fcnglichen Duos, ersetzte er Kolbe und erntete viel Lob f\u00fcr die meisterhaft gefertigte kniffelige Mechanik.<\/p>\n\n\n\n<p>Schmidt-Kolbe-Klarinette von Fritz Wurlitzer<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mundst\u00fccke haben, wie bei der franz\u00f6sischen Klarinette, eine zylindrische Bohrung, bis zu 5,7 mm. Bei allen anderen deutschen Bauweisen bis heute ist die Bohrung zylindrisch, am Zapfen h\u00f6chstens 5,4 mm.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#zur\u00fcck\">^^^zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"Musikwinkel\"><br>Der MUSIKWINKEL. Historisches Zwischenst\u00fcck:<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen geographischen Begriff beziehe ich auch das Gebiet jenseits des s\u00fcdlichsten Zipfels von Sachsen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Zeit der Donau-Monarchie gelangte man hier nach B\u00f6hmen. Durch die Vielzahl mineralischer Quellen, kam es sozusagen auf dem Rei\u00dfbrett zum Entwurf von Badeorten, mit gro\u00dfen herrschaftlichen Parkanlagen f\u00fcr die Sommerkuren der \u00f6sterreichischen Aristokratie. Auch die imposante Sommerresidenz des F\u00fcrsten Metternich befindet sich hier. Seit einigen Jahren, vollst\u00e4ndig renoviert, dem Publikumsverkehr zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Grenz\u00fcbergang bei Bad Brambach mit Radon-Quellen, erreicht man zun\u00e4chst Franzensbad. Es folgen die heute wieder im alten Glanz erstrahlenden, in Romanen, Biographien et cetera verewigten B\u00e4der Marienbad und Karlsbad. Im Sommer bietet das schmucke kleine Theater in Marienbad wieder Vorstellungen an. Nat\u00fcrlich gibt es auch wieder Kurorchester. Alles in allem ein Eldorado f\u00fcr Nostalgiker, \u00c4ltere die sich verlieben wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Hochbl\u00fchte des aristokratischen Ambiente gab die Anwesenheit von Orchestern zum H\u00f6ren und Tanzen, der Auftritt gefeierter Stars et cetera der Ansiedelung von Instrumentenbauern jenseits und diesseits der Grenze, weiteren Auftrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Markneukirchen und Graslitz wurden in Deutschland und \u00d6sterreich, innovative Zentren des Instrumentenbaus f\u00fcr traditionsreiche europ\u00e4ische Instrumente, einschlie\u00dflich aller Arten von Zubeh\u00f6r.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weltweit f\u00fchrende Saitenindustrie in Markneukirchen, veranlasste die Vereinigten Staaten zum Gr\u00fcnden eines Konsulats in Markneukirchen. Die Villa \u201ePaulus-Schl\u00f6ssl\u201c gibt Zeugnis davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesen Zeilen m\u00f6chte ich lediglich Interesse wecken f\u00fcr eine in Europa einmalige \u201eHandwerkerkultur\u201c, der Markneukirchen allj\u00e4hrlich im Sommer ein Fest widmet. Der 2. Weltkrieg hatte mit \u201eehener Kralle\u201c seine zerst\u00f6rende Handschrift hinterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abschnitt \u00fcber Die WIENER KLARINETTE ist nur n\u00e4hrungsweise zum Hauptthema passend. Meine mehrj\u00e4hrige praktische Erfahrung mit Hammerschmidt-Klarinetten, l\u00e4sst mir aber Raum f\u00fcr gewisse R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Entwicklungsgang dieser deutschen Bauweise.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Protagonisten der Entwicklung sind Kaktan und Hammerschmidt. Letzterer geh\u00f6rt zu einer \u201eDynastie\u201c, die in Graslitz mit Carl Hammerschmidt ihren Anfang nahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schl\u00fcsselbegriff zum Entwicklungskonzept Kaktan-Hammerschmidt ist die BOHRUNG.<\/p>\n\n\n\n<p>Der historische und kulturelle Gegensatz des \u201epreu\u00dfischen Berlin\u201c und der \u201eBalkanhauptstadt\u201c Wien ist in Operetten und Lustspiele eingegangen, zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser sagte mir: Wenn wir mit der Oper unter den Linden in Wien waren, sagten die Wiener Kollegen: \u201eAch die Deutschen mit ihren C-Klarinetten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein dunkelt\u00f6niger Klarinettenklang, der die Mischf\u00e4higkeit mit Streichern in der Kammermusik an die erste Stelle setzt, hat in Wien eine lange Tradition. Kaktan kam offensichtlich zu dem Schluss, dass die besten Erfolgsaussichten in einer bisher nie versuchten gro\u00dfen Bohrung gefunden werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur technischen Umsetzung waren daher wesentlich dickwandigere Ober- u. Unterst\u00fccke erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch entstanden bei Instrumenten mit Bohrungen von 15,3 oder 15,4 mm zum Beispiel, tiefe Tonlochsch\u00e4chte, insbesondere im Oberst\u00fcck. Beim Unterst\u00fcck wurde, wahrscheinlich dem franz\u00f6sischen Beispiel folgend, die traditionelle L\u00e4nge und Weite des Konus betr\u00e4chtlich \u00fcberschritten, nach Ma\u00dfgabe der Spielbarkeit des 3. Registers bei so gro\u00dfen Bohrungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Vermutung: Am Beginn der akustischen Erforschung auf diesem so neuen Weg, k\u00f6nnte Kaktan \u00fcberrascht gewesen sein, als er feststellte, dass bei so tiefen Tonlochsch\u00e4chten das seit dem Mittelalter angewandte \u201eUnterschneiden\u201c (Erweitern des Tonlochs am Eintritt in die Bohrung zur Rauschbefreiung des Klanges), die Ansprache zum Verschwinden bringt. Stattdessen muss das Tonloch von oben erweitert werden, was sogar eine Vereinfachung des Bauens ergibt. Das Oberst\u00fcck bedarf hier besonderer Beachtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Tondokumente mit Leopold Vlach<br>Wiener Philharmoniker, Bruno Walter, Karl Boehm u.a.in Sinfonien und Opern<br>W.A. Mozart: Klarinettenkonzert<br>Kammermusik; Brahms-Quintett, Schubert Oktett, live, Hans Pfitzner Sextett.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#zur\u00fcck\">^^^zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"Bauweise\">ZUR BAUWEISE DER WIENER KLARINETTE:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Die offenen Tonl\u00f6cher f\u00fcr die Ringfinger, sind nach anatomischen Gesichtspunkten versetzt angeordnet.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Von der franz\u00f6sischen Klarinette wurde die Kopplung der a\u2018 und gis\u2019-Klappe \u00fcbernommen zur Resonanzverbesserung des b\u2018; zus\u00e4tzlich gibt es eine b-Klappe f\u00fcr den rechten Zeigefinger, die auch als erste Trillerklappe dient. Der Klang dieses Griffs als b\u2019 ist freier als der Hauptgriff.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Auf der A- u. B-Klarinette wird die gleiche Birne verwendet, wie auch \u00fcblich bei der franz\u00f6sischen Klarinette. Aus Gr\u00fcnden der Ansprache, ist bei der A-Klarinette der Zapfen f\u00fcr die Birne ein Millimeter k\u00fcrzer als bei der Klarinette in B. Die Wiener Klarinette ist insgesamt nahezu unempfindlich, in der Ansprache beim Ausziehen aller Teile zum Einstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Das e\u2018 hat eine Resonanzmechanik zur Anhebung der Stimmung; insbesondere f\u00fcr sehr gro\u00dfe Bohrungen erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Das Spielgef\u00fchI der Wiener B-Klarinette ist \u201eweicher\u201c als bei der deutschen.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Die Premiere Rhapsodie von Claude Debussy oder das Konzert Nr. 2 von C. M. v. Weber, zum Beispiel, profitieren von der insgesamt gr\u00f6\u00dferen Flexibilit\u00e4t der Wiener Klarinette mit dem Wiener Reform-Mundst\u00fcck und dem Blatt im Wiener Schnitt.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Bei der Wiener Spielweise entf\u00e4llt bei cis\u2019\u2019\u2019-d\u2019\u2019\u2019 \u2013 dis\u2019\u2019\u2019und e\u2019\u2019\u2019 die es\u2019\u2019-Klappe, das f\u2019 mit dem rechten Zeigefinger ergibt ein stimmendes c\u2019\u2019\u2019, im 3. Register klingen die \u201ekurzen\u201c Griffe (weniger Finger) nahezu identisch mit den Hauptgriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Leopold Vlach, Solist der Wiener Philharmoniker, entwickelte eine lange Mundst\u00fcckbahn die mit stark im Holz gehaltenen Bl\u00e4ttern aber moderatem Ansatzdruck, auch im 3. Register gespielt werden kann. Diese \u201eNuller-Bahn\u201c wurde zur noch l\u00e4ngeren Wiener Reform-Bahn weiterentwickelt, um den dunkelt\u00f6nigen Klang zu optimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Wiener Klarinette von Frank Hammerschmidt, ist der Bereich des Oberst\u00fccks am Zapfen f\u00fcr die Birne deutlich k\u00fcrzer als beim Oehlersystem. Somit befindet sich die b1-H\u00fclse an fast derselben Stelle der H\u00fclse der b-Mechanik des Oehlersystems, die einen Durchmesser des Zylinders von 2,8 mm hat. Dieser ist g\u00fcnstiger f\u00fcr die Ansprache des zweiten und dritten Registers. So habe ich die traditionelle b-H\u00fclse (3,0 mm), mit einer von 2,8 mm ausgetauscht. Das positive Ergebnis wurde mit der Premiere Rhapsodie von Claude Debussy dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Resonanzhilfe f\u00fcr das b1, hat die Wiener Bauweise durch das Koppeln der a1 und der gis1-Klappe, da die Tonl\u00f6cher sich nahe bei der b1 H\u00fclse befinden. Vorteilhaft f\u00fcr die Resonanz ist auch, dass das sehr dickwandige Oberst\u00fcck mit sehr langen Tonlochsch\u00e4chten nach oben geweitet ist, also nicht unterschnitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufnahme der Rhapsodie ist als Study-Version auf YouTube zu finden. Um die Vorteile eines der Fl\u00f6te nahekommenden Klangbildes der Kantilenen im dritten Register zu verwirklichen, spiele ich auf der Klarinette in A. Die Stellen mit einem sehr intensiv zu spielenden b1 erfordern nat\u00fcrlich nun einen h\u00f6heren Atemdruck. In meiner Vorstellung gem\u00e4\u00df dem h1 der Wiener Bauweise von Frank Hammerschmidt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigenversuch: Premiere Rhapsodie, Dieter K\u00fchr Klarinette<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#zur\u00fcck\">^^^zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"Ausklang\"><br>Ausklang:<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt die Frage, ob die Wiederbelebung der Klarinettenkultur zwischen den Kriegen auf originalen Instrumenten m\u00f6glich ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Ende der 40er- u. in den 50er Jahren, entstand in Westdeutschland eine unverabredete gesellschaftliche \u00dcbereinkunft, eine Initialz\u00fcndung zur Verarbeitung der desastr\u00f6sen Erinnerungen bei Opfern, sogenannten \u201eMitl\u00e4ufern\u201c aller Schattierungen und abgetauchten T\u00e4tern et cetera: Wir st\u00fcrzen uns in den Wiederaufbau. Man kann auch sagen: Die \u00dcberlebenden favorisierten eine Vergessenskultur, die zus\u00e4tzliche Nahrung erhielt durch den Marshall-Plan der Vereinigten Staaten. Die neuen Politiker \u201ewitterten Morgenluft\u201c und setzten sich mit der Erfindung des Schlagwortes \u201eWirtschaftswunder\u201c an die Spitze.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Musikszene formierte sich als \u201eI-T\u00fcpfelchen\u201c des Wunders zu Beginn der 60er Jahre die magische Symbiose \u201eKarajan und die Berliner Philharmoniker\u201c. Man fieberte (ich eingeschlossen) jeder neuen Grammophon-Platte mit einer weiteren Beethoven Sinfonie, zum Beispiel, entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was war nun das Neue dieser Interpretation gegen\u00fcber Furtw\u00e4ngler? Es war vor allem der brillantere Orchesterklang, durch das Anheben des Kammertons a\u2019= 440 auf 443\/444 hz.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Dem Zeitgeist und dem Vorbild Arthur Nikisch folgend (wie bereits geschildert), w\u00e4hlte Karajan eine zus\u00e4tzliche technische Strategie des Vergessenmachen-Wollens, da er sich ja nicht sicher sein konnte, ob er Furtw\u00e4ngler allein auf interpretatorischem Wege \u00fcberfl\u00fcgeln k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Geuser sagte mir: Der j\u00fcngere Karajan zwischen den Kriegen bekannte: Die Interpretation der Schubert\u2019schen Unvollendeten von Furtw\u00e4ngler traumatisiere ihn derart, dass er nicht den Mut habe, diese zu dirigieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcckkehrend zur Klarinette:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorbild in Westberlin erzeugte eine Kettenreaktion, die alle Orchester im Westen erfasste.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bis dahin in der Regel ehrenvoll behandelten Klarinetten, wurden im Orchesteralltag zum Hindernis durch die tiefe Stimmung; sie wurden ihrer kulturellen Aura beraubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nun schon \u00e4lteren Bl\u00e4ser, in den Spitzenorchestern oft an die 2. Position ger\u00fcckten ehemaligen Solisten, f\u00fchrten sozusagen reihenweise ihre Oehler-, Uebel-, Kolbe-Klarinetten et cetera zur \u201eSchlachtbank\u201c und lie\u00dfen die Birnen abdrehen, obwohl sie um die unumkehrbare Klang-Verst\u00fcmmelung wussten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Birne, dieser kleine auswechselbare Teil der Klarinette zur Feinregulierung der Stimmung, ist ein akustisch hochsensibler-Bestandteil der Klarinette, da so nahe am Mundst\u00fcck. Eine neue Birne in originaler L\u00e4nge stabilisiert zwar in der Regel die Intonation, bietet aber keine Chance zum Wiedergewinnen des einstmaligen Klanges. So erstaunlich es ist, der so geringe Prozentsatz an neuem Holz wird vom sonst originalen Instrument entschieden zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Klarinettenbauer im Musikwinkel sagte mir: Bei einem Nachbau sollte die fr\u00fchere Fertigungstechnik angewendet werden f\u00fcr die Bohrung. Ich f\u00fcgte hinzu: und der Mond muss zunehmend sein. Wir haben uns heiter gestimmt voneinander verabschiedet.<\/p>\n\n\n\n<p>EIGENVERSUCH der Wiederbelebung einer Klarinette aus der Zeit zwischen den Kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tondokumente: Google Dieter K\u00fchr Klarinette, Louis Spohr Konzerte Nr. 3 und 4 komplett. Allegro Nr.2, H\u00f6rempfehlung: Nr. 4 erster Satz, Nr.3 letzter Satz<\/p>\n\n\n\n<p>Das INSTRUMENT: Gustav Mollenhauer, Kassel Seriennummer 30 485, 20er Jahre, in allen Teilen Original, a\u2019= 440<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=efGSseimQ5E\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6rbeispiel 1 Louis Spohr, Concert 2, Allegro<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O8PHMRlWPUI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6rbeispiel 2 K.V. 622 study version<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Oehler-System mit Deckelmechanik und tief e-Regulierung<\/p>\n\n\n\n<p>Charakteristiken; sehr gute Luftannahme und einwandfreie Intonation in allen Registern, also widerstandfreier als Oehler, im Spielgef\u00fchI Kolbe, Altenburg \u00e4hnlich<\/p>\n\n\n\n<p>Die Birne ist 59,0 mm lang und hat am Herz f\u00fcr das Mundst\u00fcck einen Metalleinsatz zum Vermeiden von Materialschwund durch auswischen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tondokumentation machte ich 2015\/16. Da wir ja nicht wirklich in der Zeit zur\u00fcckgehen k\u00f6nnen, spielte ich ein modernes Acryl-Mundst\u00fcck mit der Wiener Reform-Bahn nach Peter Schmidl, gefertigt von Johannes Gleichweit, Wien und Wiener Bl\u00e4ttern von Peter Leuthner.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterf\u00fchrende Links:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_M%C3%BChlfeld\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Richard M\u00fchlfeld Wikipedia<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oskar_Oehler\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oskar Oehler Wikipedia<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 Januar 2016 Dieter K\u00fchr<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#zur\u00fcck\">^^^zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/6645f821d92346a598c6971920aa954d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fachbeitrag von Dieter K\u00fchr, siehe auch Wikipedia Inhalt: Der Klarinettist und sp\u00e4tere Klarinettenbauer Oskar Oehler: Der Klarinettenbauer Louis Kolbe, Altenburg und der Klarinetten-S\u00e4nger Heinrich Geuser: Hier noch als Anhang die Geschichte eines Klarinetten-Raubes: Die Schmidt-Kolbe Klarinette und der Klarinetten-S\u00e4nger Rudolf Gall: Der MUSIKWINKEL. 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