{"id":204,"date":"2016-12-09T05:34:39","date_gmt":"2016-12-09T05:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.b-klarinette.de\/artikulation"},"modified":"2024-06-13T13:49:05","modified_gmt":"2024-06-13T11:49:05","slug":"artikulation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/artikulation.html","title":{"rendered":"Artikulation"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/artikulation.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Artikulation bedeutet die Gliederung der einzelnen T\u00f6ne innerhalb einer Phrase. Man unterscheidet hier zwischen Bindung und Trennung. Neben der Bindung gibt es vor allem drei Hauptarten des Ansto\u00dfes. Hier wird zwischen &#8222;Non legato&#8220;, &#8222;Portato&#8220; sowie &#8222;Staccato&#8220; unterschieden.<br>1. Non legato= (italienisch nicht verbunden); Es klingt wie Legato (binden), jedoch werden die einzelnen T\u00f6ne deutlicher hervorgehoben, da zwischen ihnen winzige Pausen eingelegt werden.<br>2. Portato= (italienisch getragen); Hier werden die T\u00f6ne deutlich voneinander getrennt, jedoch anders als beim Staccato nur minimal unterbrochen.<br>3. Staccato= (italienisch absto\u00dfen, abgetrennt); Der Ton wird k\u00fcrzer gespielt als es der Notenwert vorschreibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese drei Sto\u00dfarten erzielt der Klarinettist durch eine unterschiedliche Bewegung und Haltung der Zunge, die eng mit dem vom Zwerchfell gesteuerten Luftband verbunden ist. Zu beachten ist hier, dass der Ton erst erklingen kann, wenn mit der Artikulation der Silbe &#8222;t\u00f6&#8220; die Zungenspitze vom Mundst\u00fcck zur\u00fcckgezogen und damit dem Luftstrom der Weg ins Instrument freigegeben wird. Zungensto\u00df bedeutet hierbei keinen Sto\u00df, sondern vielmehr ein sehr schnelles Zur\u00fcckziehen der Zunge vom Blatt bzw. der Mundst\u00fcckspitze. Die Silben &#8222;t\u00f6&#8220; und &#8222;d\u00f6&#8220; geh\u00f6ren dabei fundamental zur Tonerzeugung. Sie geben dem Ton Profil, Klangfarbe und Bestimmtheit. Zu beachten ist hier, dass vor allem auch bei schnellen Passagen der Weg der Zungenspitze zum Mundst\u00fcck so kurz als m\u00f6glich sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig: Bei den unterschiedlichen Artikulationsarten darf die Zunge nicht nach oben gew\u00f6lbt werden, da sonst das optimale Str\u00f6men der Atemluft nicht gew\u00e4hrleistet wird. Mit anderen Worten, eine nach oben gew\u00f6lbte Zunge verkleinert den Mundraum und behindert somit das Str\u00f6men der Luft!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"835\" height=\"381\" src=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/zungenstellung.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-202\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das professionelle Erlernen und die Ausf\u00fchrung der Zungenartikulation ist erst dann m\u00f6glich, nachdem man die Kontrolle \u00fcber den Beginn und das Ende des Tons, sowie den Ein- und Ausschwingvorgang des Klangs durch die Anpassung des Luftstroms beherrscht. Nur mit der richtigen Atemtechnik ist es m\u00f6glich, die Artikulation zu perfektionieren. Hier ist es vor allem wichtig, das Str\u00f6men der Luft und das bewusste Steuern des Tons beim Ausatmen (w\u00e4hrend man gleichzeitig die optimale Positionierung und Stellung der Zunge f\u00fcr ein bestm\u00f6gliches Klangresultat findet und beibeh\u00e4lt), zu trainieren.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Auch eine Artikulation ohne die Beteiligung der Zunge ist m\u00f6glich und auch w\u00fcnschenswert. Dies erfordert jedoch eine sehr kontrollierte F\u00fchrung des Luftstroms, erm\u00f6glicht aber gleichzeitig ein weicheres Einschwingen des Tones. Die Artikulation wird hier quasi \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/atmung.html\">Atmung<\/a> gesteuert. Besonders beim \u201eNon legato\u201c und \u201ePortato\u201c kann dies zu einer Verbesserung des Klanges und der Artikulation f\u00fchren. Vor allem bei langsameren Passagen ist dies eine wunderbare Alternative zur reinen Zungenartikulation. Auch hier gilt, dass eine nach oben gew\u00f6lbte Zunge unbedingt vermieden werden muss, da sie die Luftstr\u00f6mung behindert.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/a88b6933235d422fb69113ba0970ae23\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikulation bedeutet die Gliederung der einzelnen T\u00f6ne innerhalb einer Phrase. Man unterscheidet hier zwischen Bindung und Trennung. Neben der Bindung gibt es vor allem drei Hauptarten des Ansto\u00dfes. Hier wird zwischen &#8222;Non legato&#8220;, &#8222;Portato&#8220; sowie &#8222;Staccato&#8220; unterschieden.1. 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