{"id":199,"date":"2016-12-07T13:16:38","date_gmt":"2016-12-07T13:16:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.b-klarinette.de\/klarinettenton-im-alter"},"modified":"2024-10-18T10:02:40","modified_gmt":"2024-10-18T08:02:40","slug":"klarinettenton-im-alter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/fachbeitraege\/klarinettenton-im-alter.html","title":{"rendered":"Klarinettenton im Alter"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/ton-alter.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Dieter Kuehr\" width=\"80\" height=\"126\" class=\" size-full wp-image-197\" src=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dieter-kuehr.jpg\" alt=\"Dieter Kuehr\"> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-small-font-size\">Fachbeitrag von Dieter K\u00fchr,<a title=\"siehe Wikipedia\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dieter_K%C3%BChr\" target=\"_blank\" rel=\"alternate noopener noreferrer\"> siehe auch Wikipedia<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>Ein sonorer, solistischer Klarinetten-Ton in allen Registern im vorr\u00fcckendem Alter, ein Widerspruch in sich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erfahrungsbericht zum Wechsel vom Mundst\u00fcck-Blatt Konzept nach Oskar Oehler auf die Wiener Reform-Bahn, basierend auf einer Idee von Leopold <span class=\"hiddenSpellError\">Vlach.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Ton-Dokumente <span class=\"hiddenGrammarError\">\u201d<\/span><span class=\"hiddenSpellError\">study<\/span> <span class=\"hiddenSpellError\">version<\/span><span class=\"hiddenGrammarError\">&#8222;<\/span> deutsche Klarinette mit Wiener Reform-Bahn kombiniert:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><a title=\"youtube Dieter K\u00fchr\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=efGSseimQ5E\" rel=\"alternate noopener\" target=\"_blank\">youtube Dieter K\u00fchr<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Klarinette Spohr\/ Debussy Louis Spohr Konzerte 3 und 4, Allegro aus Nr. 2, sowie Claude Debussy Premiere Rhapsodie, aufgenommen 2015\/2016 74ig j\u00e4hrig, gespielt auf einer Gustav Mollenhauer Klarinette, Cassel 1922<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><a title=\"Hoerprobe\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HlWmu3H588s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Louis Spohr Concierto No. 3 per clarinetto Allegro moderato<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><a title=\"Hoerprobe\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=49MnR3qZ4Rg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Louis Spohr, concierto 3, adagio<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Beginn des sechsten Lebensjahrzehnts, bemerkte ich im 3. Register erste Anzeichen, der f\u00fcr das Oehler Konzept typischen Alters-Helle. So regte mich der Wiener Klarinettenklang, zu einem Versuch an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wiener Reform-Bahn: Die Bahnkurve beginnt vor dem Schnurrand, daher entfallen die Druckpunkte. Der tiefste Teil der Mulde befindet sich am Beginn der Auflage. Da diese st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt ist als beim Oehler Konzept und das Wiener Blatt st\u00e4rker im Holz gehalten ist, muss der Andruck des Blattes auf die Auflage mit einer Metallbindung erfolgen, anstatt einer Schnur oder einer Bindung aus vergleichbarem Material. Die beiden Schrauben sind zum R\u00fccken des Korpus gerichtet. Das im Material d\u00fcnn gehaltene Metallband, zum Vermeiden von Verspannung, passt sich flexibel jeder Form der Blattrinde an.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ende, der im Verlauf zum Tisch hin flacher werdenden Mulde, geht \u00fcber in die Wippe, die vor dem Schnurrand liegt. Diese ist je nach Bahn\u00f6ffnung an der Spitze, unterschiedlich lang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ansatzdruck bei der Wiener Reform-Bahn, ist trotz des im Holz starken Blattes geringer, als beim Oehler-Konzept, insbesondere im 3. Register. Der Luftstrom muss st\u00e4rker sein. Gleichzeitig ist der Ansatzdruck auf den Beginn des Ausstichs zu zentrieren. Bei der Wahl der Bahn und der Blattst\u00e4rke, ist die Luftannahme ein entscheidendes Kriterium. Die Bohrung des Wiener Mundst\u00fccks betr\u00e4gt am Zapfen 15,4 mm und ist am \u00dcbergang in die Kammer, ein 10\/mm weiter, als bei der vergleichbaren gr\u00f6\u00dften Oehler-Bohrung. Es empfiehlt sich, beim Spielen der Wiener Reform-Bahn, auf dem deutschen System, die Wiener Bohrung beizubehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcnde: 1. Der Klang. 2. Materialbedingte Intonationsprobleme entstehen nicht, da der Wiener Korpus im Bereich der Bohrung, zum Ausgleich f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfere Volumen, gegen\u00fcber dem engeren modernen deutschen Mundst\u00fcck, 1,5 mm k\u00fcrzer ist. Der Schnabelbereich ist bei beiden Formen gleich lang. Der Schnabelr\u00fccken des Wiener Mundst\u00fccks, geht in einem flacheren Winkel in den Korpus \u00fcber, um ein angenehmes Ansatzgef\u00fchl zu gew\u00e4hrleisten bei langen Bahnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Akustische Beobachtungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auflage der Wiener Reform-Bahn, hat durch die Mulde und die Wippe zwei Zentren, die das Blatt in Spannung versetzen. Das Hauptzentrum am unteren Ende der Auflage, ist weit entfernt vom Ansatzbereich. Daher subjektiv neutral wirkend, obwohl de facto entscheidend f\u00fcr das Schwingen des Blattes. Die Wippe dient dem individuellen Formen des Klanges.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe L\u00e4nge und der flache Verlauf der Bahnkurve, kombiniert mit dem im Holz starken Blatt, erm\u00f6glicht schon bei einer Bahn\u00f6ffnung von 0,71 mm alle Nuancen vom pp bis zum ff. Vergleichbares gilt auch f\u00fcr das Artikulieren, inklusive Staccato.<\/p>\n\n\n\n<p>Im dritten Register klingen die kurzen <a href=\"https:\/\/www.b-klarinette.de\/index.php\/grundlagen\/grifftabelle.html\">Griffe<\/a> so gut wie identisch, mit den langen Griffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Kombinieren des Wiener Mundst\u00fcck-Blatt-Konzepts mit der deutschen Klarinette, entf\u00e4llt (wie bei der Wiener Klarinette) die Es-Klappe bei: d&#8220;&#8216;-dis&#8220;&#8216; und e&#8220;&#8216;. Das f&#8216; mit dem rechten Zeigefinger ergibt ein reines c&#8220;&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Ausziehen der Birne, wirkt sich der entstehende Hohlraum so gut wie nicht auf das Spielgef\u00fchl aus.<\/p>\n\n\n\n<p>In den eingangs erw\u00e4hnten Youtube-Aufnahmen, habe ich im Begleittext meine Kombination Wien-Deutsch detailliert angegeben. Diese Aufnahmen w\u00e4ren mir ohne, die so einzigartige Verkn\u00fcpfung von Fertigungsqualit\u00e4t und k\u00fcnstlerischem Feingef\u00fchl von Johannes Gleichweit, der auch Solist im ORF Orchester ist, nicht m\u00f6glich gewesen. Dies gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr den Wiener Peter Leuthner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">\u00a9 20.11.2016 Dieter K\u00fchr<\/p>\n\n\n\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/580e6e1d47414ddc89d2e2ce0f13ac06\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fachbeitrag von Dieter K\u00fchr, siehe auch Wikipedia Ein sonorer, solistischer Klarinetten-Ton in allen Registern im vorr\u00fcckendem Alter, ein Widerspruch in sich? Erfahrungsbericht zum Wechsel vom Mundst\u00fcck-Blatt Konzept nach Oskar Oehler auf die Wiener Reform-Bahn, basierend auf einer Idee von Leopold Vlach. 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